Rheinau bis Rheinfall - Genna Website 2018

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Wanderungen 2018
Von der Rheinau zum Rheinfall

Am  18.April 2018 haben wir zuerst die Insel Rheinau besichtigt. Leider war die Klosterkirche geschlossen, sie ist nur am Nachmittag geöffnet. Hoffentlich ist der Himmel dann etwas länger offen wenn wir an die Himmelspforte klopfen....  
Aber was soll's, auch die Natur und vor allem das kleine Kirchlein am Ende der Insel sind eine Reise wert. Dies Spitzkirche wurde 1588 geweiht und hat sehenswerte frühbarocke Malereien an Decken und Wänden aus dem Jahr 1612. Diese Spitzkirche ist schon für sich eine Reise Wert. Leider ist im Moment der Platz vor der Klosterkirche noch eine grosse Baustelle, weil archäologische Ausgrabungen im Gange sind. Bald aber soll die ganze Anlage saniert sein. Ein Teil des Klosters wird als "Musikinsel" geführt: ein Hotel mit vielen Uebungsräumen für Musiker und Chöre. Es dürfte die beste Idee von Christoph Blocher sein, der hier sehr viel Geld investiert hat und so die Rheinau zu einem Zentrum der Musik entwickelt hat. Da er im Pfarrhaus von Laufen am Rheinfall aufgewachsen ist, hat er hier seiner Heimat ein wunderbares Geschenk gemacht. Auch wenn man mit Chr. Blocher alles andere als einig ist: zumindest was Musik und Malerei angeht, gehört er in der Schweiz wohl zu den wichtigsten Mäzenen. Dies ist nicht so selbstverständlich, wie manche Leute meinen. Ich jedenfalls finde, man darf auch Gutes anerkennen von Menschen, die politisch eine andere Meinung haben. Leider ist heutzutage das Schwarz-Weiss-Denken verbreitet  - nicht zuletzt wegen Christoph Blocher und vor allem wegen seinen Adlaten, die heute an der Macht sind.
Die Bergkirche haben wir nur von unten gegrüsst. Obwohl sie drei Apsiden aufweist, ist sie nicht etwa im romanischen Stil, sondern 1578 entstanden, also in der Barckzeit. Da diese Kirche eine frühere romanische Kirche ersetzt, kam jemand auf die Idee, die romanische Bauweise zu imitieren.
Auf der Brücke zurück aufs Festland..... da ruft Margret: he, hast du den Christophorus gesehen? Sofort den Fotoapparat herausgenommen.... ja tatsächlich, da steht er mit dem Kind auf dem Arm und trägt es über den Rhein. Somit kommt auch hier in der äusserstn Nordschweiz noch ein wenig Heimatgefühl auf, denn im Berner Oberland gibt es besonders viele Christophorus-Darstellungen, allerdings vor allem als Fresken.
Nach einer mehr als zweistündigen Wanderung dem Rhein entlang gelangen wir dann zum wohl häufigsten Postkartensujet der Schweiz: zum Rheinfall. Zuerst erkennt man über dem Rhein das Schloss Laufen, und dann braust der Wasserfall 25 m in die Tiefe. So eindrücklich haben wir den Rheinfall noch nie gesehen, im Moment sorgt das Schmelzwasser für ein wirklich grandioses Spektakel. Auf der Insel Wörth lassen wir uns vom Naturschauspiel beeindrucken und geniessen einen Kaffee, bevor wir dann den Wandertag beenden und die Zugfahrt quer durch die Schweiz antreten.
Bevor wir den Rheinfall erreichen, begrüsst uns unterhalb von Nohl ein Züri-Leu...... offenbar reicht der Kanton Zürich hier sogar über den Rhein hinüber. Warum, ist mir überhaupt nicht klar, doch der Züri-Leu und daneben ein Magnolienbaum in voller Blüte sind auch dankbar Fotosujets.
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