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Anton Genna

Familie

Anton Genna

Das bin ich, eh ja, der Webmaster und Autor dieser Internetseite. Wenn Sie etwas zu bemerken haben, dann können Sie mir schreiben unter anton (at) genna.ch.

Ich wurde ...... geboren, psssst, das ist geheim. Wir haben nämlich jetzt die Gleichberechtigung eingeführt, und Geburtsdaten waren bei Frauen immer geheim. Neuerdings haben wir ein "Genderkonzept der Gennafamily", also poche ich darauf, dass man mein Alter nicht kennt, denn Männer dürfen nicht weiter diskriminiert werden. Zwar habe ich noch nicht das biblische Alter erreicht, ab welchem sogar der frühere Bundesrat Couchepin den Männern die Pension gönnen mag, aber vielleicht finden Sie halt doch, ich sei afange ein wenig gar alt. Wenn sie es unbedingt wissen wollen, dann sage ich es Ihnen ganz leise: Ich wurde am

29.September 1970

geboren. Ach, das glauben sie nicht? Wie Sie wollen, das ist Ihre Sache. In Mathematik war ich ja noch nie besonders gut, Sie können ja noch 20 Jährchen dazu zählen, dann dürfte es stimmen.

Gut, da Sie nun schon mein genaues Geburtsdatum kennen, erwarte ich an meinem nächsten Geburi eine Flut von Päckchen. Aber bitte keinen Samichlousebart, den habe ich vor einem Jahr radikal abgeschnitten, seither gehe ich bartlos durch die Welt. He ja, sonst meint man noch, ich sei ein Muslime, was nicht zutrifft. Aber das wäre auch keine Schande, denn ich kann nichts dafür, dass ich als Christ geboren wurde und nicht als Muslim. Ja es war eigentlich Zufall, denn mein Vater stammte aus Sizilien, genauer: aus Trapani, un das ist nur 120 Kilometer von Tunesien entfernt. Diese 120 Kilometer waren entscheidend, dass ich ein Christ mit einem Kirchturm und kein Muslim mit einem Minarett wurde.

Ehrlich gesagt: Eigentlich bin ich ganz gerne Christ. Und noch lieber bin ich ein aufgeklärter Christ, denn es soll scheint's auch Christen geben, die im Mittelalter stecken geblieben sind, nicht nur Muslime, wie man in der Schweiz sonst meint. So bin ich also ein zufälliger, aber überzeugter Reformierter Christ, der gegenüber anderen Gläubigen tolerant ist, aber zum eigenen Glauben steht. Und als Reformierter kann ich selber denken, da hat mir weder der Papst, noch ein Imam etwas vorzuschreiben, nur hie und da der Synodalrat, denn der ist nun mein Arbeitgeber, aber das kommt dann weiter unten noch.

Was wollen Sie noch wissen? Vielleicht das: Geboren bin ich in Huttwil, dem Blumenstädtchen des Unteremmentals. Dieses gehört noch bis Ende 2009 zum Amtsbezirk Trachselwald, neu wird es zum Oberaargau geschlagen und von Langenthal aus regiert. Da könnte man eigentlich gleich alles von Bern aus machen.... but that's another story, da enerviere ich mich allzu leicht, wenn ich sehe, wie dieser Kanton seine Strukturen zerstört, ohne etwas Gescheiteres aufzubauen. Die Schulen habe ich dann in Thun besucht, der schönsten Stadt der Schweiz, jedenfalls frühe war sie es, heute ist vieles von dem zerstört, was wir an dieser Stadt geschätzt haben, aber auch das ist eine andere Geschichte....eine traurige.

In dieser wunderbaren Kirche Scherzligen Thun wurde ich konfirmiert.
Bild: Andrew Bossi, aus Wikipedia

Und nun können Sie ja auch erraten, was ich von Beruf bin: Ich bin Fürsprecher. nein: nicht Fürsorger, das ist ja auch eine Berufskategorie, die es nciht mehr gibt, die heissen jetzt social worker. Und wir Fürsprecher sind neu Advokaten, bei Gotthelf heisst das noch etwas despektierlich Aflikat. Rechtsanwalt ist etwas vornehmer, und die jungen Leute, die alles Heil von Amerika erwarten, nennen sich natürlich Lawyer. Mein Sohn etwa ist "Master of Law", das tönt fast wie ein Guru, aber es ist nichts anders als das frühere Lizenziat,nur sagt man ihm jetzt eben Englisch statt Lateinisch. Viele Jahre war ich im Dienste des Kantons Bern, und ich war stolz darauf, habe meine Heimat verteidigt mit Hellebarden und Aexten, jedenfalls verbalen. 14 Jahre lang war ich Regierungsstatthalter des schönsten Amtsbezirks dieses Kantons.

Seit 2003 arbeite ich nun als Kirchenschreiber bei den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Nicht dass Sie jetzt meinen, mein Arbeitsplatz sei in Solothurn oder gar in Delémont. Er ist ganz gewöhnlich in Bern, in einem etwas langweiligen Bürogebäude aus den 60-er-Jahren, im Bürenpark. Aber vor meinem Bürofenster hat es einen Spielplatz, da tollen die Kinder umher, im Sommer spielen sie Fussball, im Winter schlitteln sie an einem Högerli, das höchstens einen Meter Höhenunterschied hat. Dann pfeifen meistens die Vögel, allerdings kreischen manchmal auch die Krähen, die auf den hohen Tannen ihre Krähennester gebaut haben. Es sind interessante Vögel, und intelligent sage ich Ihnen, intelligent: die Menschen könnten sich ein Vorbild nehmen an denen.

Viel mehr will ich von mir nicht verraten, jedenfalls heute nicht. Ein andermal vielleicht. Schauen Sie doch wieder mal hinein, in meine Website!

20.12.09/GEA

Wanderung am Thunersee Mitte Februar 2010
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